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Gastankanlage - zwei 14 kg Alugastankflaschen

Leider ist im ML-T 580 kein Platz für einen ausreichend großen Unterflurgastank vorhanden. Da blieb aus meiner Sicht nur die Alternative zwei 14 kg (33,3 l) Alugastankflaschen, mit Füllstop bei 80%, fest einbauen zu lassen. Voraussetzung für mich war, eine TÜV Abnahme als Gastankanlage, mit der Möglichkeit die Anlage in die Fahrzeugpapiere einzutragen. Beides bot die Freizeitecke Weber in Böhl-Iggelheim an.

Es wurde eine Muliplexplatte (23 mm x 600 mm x 700 mm) mit der Gaskastenwand und mit Sikaflex 252 verklebt, sowie an den Ecken verschraubt. Mit vier Bohrungen an den speziellen Halterungen der beiden Flaschen, sowie mit Einschlagmuttern auf der Platte und M6 Gewindeschrauben (Qualität 8.8) wurden die Halterungen verschraubt.

Der Füllanschluss (in Deutschland kein Adapter erforderlich) wurde direkt an der ersten Flasche angebaut und die beiden Flaschen mit 8 mm Stahlrohr verbunden. Die Entnahmeleitungen wurden ebenfalls in Stahl verlegt und mit speziellen Verschraubungen an den Filtern und Flaschenanschlüssen verbaut. Die Regleranlage Duo Control CS mit Innenanzeige wurde beibehalten.

Die Abnahme vom TÜV Rheinland in Haßloch war problemlos.

In Europa gibt es zur Zeit vier verschiedene Flüssiggas Betankungs-Verbindungssysteme, also gehört ein entsprechendes Set mit zur Ausrüstung.

Zulässig, oder nicht zulässig?

Das Thema Gastankflaschen, ob zulässig oder nicht, geistert seit vielen Jahren durch die Foren. Die Begründungen pro und contra bringen bisher nicht so recht Licht in das Dunkle der Nutzung von Gastankflaschen. Zumindest werden die Tankflaschen von vielen Händlern nach wie vor eingebaut.

Meine Quintessenz war, fest verbaut ist das selbst tanken legal. Dann die Diskussion, die Flasche müsse so befestigt sein, dass sie 20g/8g Belastung aushält. *) Das ist insofern Unsinn, weil das den Einbau von Gastankflaschen in Wohnmobilen ausschließen würde. Es zieht aber die Vorgabe, fest verbaut, damit der Nutzer die Flasche zum selbst tanken nicht entnehmen kann.

Nun sind meine Gastankflaschen wesentlich besser befestigt, als Tauschflaschen mit Bändchen und Holzschräubchen. Insofern ein Plus an Sicherheit, der Vorteil, kein schleppen von Flaschen, tanken oft nebenbei, wenn eh Diesel getankt wird.

*) Zitat: "Druckbehälter für Flüssiggas können in Fahrzeugen fest installiert sein. Diese Druckbehälter werden als Tanks bezeichnet und entsprechen den in der StVZO zitierten Bauvorschriften, in diesem Fall im Allgemeinen der ECE R 67.01, Teil I, Anhang 10. Diese Tanks können auch in Flaschenform gestaltet sein und sind daher visuell schwer von einer Gasflasche zu unterscheiden. Für den Einbau dieser Tanks gelten in jedem Fall die Anforderungen der DIN EN 12979 bzw. der ECE R 67.01, die u.a. eine feste Verrohrung und eine hohe Stabilität des Einbaus fordern. Das Füllen der mit dem Fahrzeug dauerhaft fest verbundenen Fahrzeugtanks erfolgt ausschließlich über den Füllanschluss des Fahrzeugs. Ein Ausbau des Tanks zum Füllen ist unzulässig; zudem wäre die Anlage nach dem Wiedereinbau des Tanks einer „Prüfung nach Änderung“ durch einen Sachkundigen zu unterziehen." Quelle und mehr in der DVFG Fachinformation - Füllen von Gasflaschen / Tankflaschen an öffentlichen Tankstellen - hier

Diese Vorgaben hat die Freizeitecke Weber erfüllt, der TÜV hat das bestätigt. Am 23. Februar 2021 wurde die Anlage in die Fahrzeugpapiere eingetragen.

Bernd Loewe im Februar 2021

Die folgenden Bilder unterliegen dem Copyright von Manfred Weber.


Es geht los...

Der leere Gaskasten

Verstärkungsmultiplexplatte wird angepasst

Vorbereitung Verklebung

Vorbereitung der speziellen Halterungen

Armaturen, Verbindungen mit Stahlrohren

Fertig eingebaut

Auszug TÜV Abnahme

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