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Auflastung 5.3 Tonnen


Da ich viel zu viel mit schleppe und auf nichts verzichten möchte, außerdem stets mit vollem Frischwassertank und Gastank verreise, komme ich schnell über die 5 Tonnen-Grenze. Eine Fahrt über die Waage mit urlaubsfertig gepackten Mobil brachte es zu Tage, fast 5,2 Tonnen! Das Gesamtleergewicht lt. Kfz-Brief ist zwar mit 4.190 kg ausgewiesen, aber wenn dann noch der Motorroller samt Zubehör verstaut ist, dann reicht es doch nicht. Naja, das eine oder andere Zubehör ist ja auch noch dazugekommen!

Also erkundigte ich mich Anfang Januar 2009 bei meinem Vertragshändler wie so eine Auflastung von statten geht. Kein Problem, meinte die nette Dame bei MB Lueg hier in Bochum, ich fülle ein Formular mit den Daten ihres Reisemobils aus und faxe das nach Mercedes. Ich war überrascht, so einfach sollte das sein!

Da ich keine Antwort bekam frage ich nach ca. 4 Wochen nach. Eine Erinnerung wurde versprochen, die Antwort kam nach einigen Tagen. Es wäre keine Auflastung möglich, so was gäbe es beim Sprinter nicht. Das blieb mir der Mund offen stehen, denn es sind viele Sprinter legal ohne technische Änderung mit dem Einverständnis von MB aufgelastet worden. So auch das Fahrzeug eines Reisemobilfreundes, dessen TÜV-Abnahme mir vorlag. Also die Papiere des Freundes per E-Mail an MB. Auch jetzt kam keine Antwort. Nach einer weiteren Erinnerung bei MB vor Ort nur Achselzucken, keine andere Antwort! Ich könnte aber die Nummer 0900 ..... anrufen, die Minute kostete übrigens schlichte 1,91 Euro. Wie bitte? Da habe ich aber ein anderes Verständnis von Kundenorientierung!

Durch eine Änderung der Zuständigkeit beim Vertragshändler LUEG bot sich die Hilfe einer weiteren, noch netteren Dame an, also erneut alle Daten und Unterlagen versenden. Aber auch hier musste ich nach rund 3 Wochen erinnern. Ja, sie hätte die Antwort vorliegen, zuständig wäre in Stuttgart ein Herr Sowieso. Warum Sie das nur nach Erinnerung weiter gab, konnte sie auch nicht beantworten.

Dann ein Mail aus Stuttgart: ... eine Auflastung auf 5300kg ist nur für wenige Einsatzfälle, wie Reisemobile, Busse, Feuerwehr und andere Sondereinsatzfahrzeuge, möglich.

Bescheinigungen können von uns nach Prüfung der vom Aufbauhersteller eingereichten Unterlagen, Zeichnung des Aufbaus mit Gewichtsangaben, bei Bussen mit bemasstem Sitzlayout, einer Auslastungsberechnung mit ausreichnender Achslastreserve, sowie eines Wiegeprotokolls des fertigen Fahrzeugs, ausgestellt werden. ...

Eine Mindestvoraussetzung war, eine verstärkte Vorderachse (A50), die ich allerdings seinerzeit geordert hatte. Woelcke musste das Wiegeprotokoll und eine Zeichnung des Aufbaus einreichen. Ende März 2009 erfreute mich der Aufbauhersteller mit der positiven Mitteilung, das die Ausnahmegenehmigung erteilt wurde. Auflastung auf 5,3 Tonnen ohne jegliche technische Änderung: Unbedenklichkeitsbescheinigung von MB [542 KB]

Aber dann ergab es sich wegen besonderer Reisen, dass kein Motorroller mehr mitgenommen wurde, also wurde das Teil verkauft. Erst im Mai 2011 wurde wieder ein Motorroller angeschafft, nun wurden auch die 5,3 Tonnen von der Zulassungsbehörde eingetragen. Das hat natürlich auch eine Erhöhung der Kfz-Steuer zur Folge. Aber eine reichliche Tonne Zuladungsmöglichkeiten ergibt ein gutes Gefühl.