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Erfahrungen mit dem Woelcke Reisemobil

Auslieferung Woelcke November 2007

Mit Fahrradträger


Mitte November 2007 die erste Testfahrt mit dem “BIG GRASSHOPPER”

Nach der Überführungsfahrt nach Hattingen am 12. und 13. November 2007 war am nächsten Tag erst mal ein Werkstattaufenthalt bei Mercedes Lueg in Bochum geplant. Die Übergabeinspektion musste noch nachgeholt werden.

Unterwegs erschien zweimal ein Fehlerhinweis im Display: “Ölstand reduzieren”. Der Hinweis verschwand aber nach kurzer Zeit wieder. Es stellte sich als Ursache heraus, dass das Fahrzeug ohne Ölmessstab (!!) ausgeliefert wurde. Glück gehabt, kein Öl ausgetreten, daher kein Schaden. Mein Unverständnis wurde bei Mercedes Lueg einhellig geteilt, das wäre noch nie vorgekommen ...

Ausserdem ließ sich die Heizung nicht regulieren, das Reglungsrand stand fest auf kuschlige 24 Grad. Die Schalter der Warnblinkanlage und Sitzheizungen waren ohne Strom. Das waren letztendlich Kleinigkeiten, die schnell gemacht waren. Die Bremsen quietschen leicht, das sollte in Verbindung mit einer Rückrufmaßnahme erledigt werden, denn einer der Seiten-Airbags soll aus welchen Gründen auch immer ausgetauscht werden. Das war kein so eleganter Start für den Sprinter, hoffentlich nur Anfangsproblemchen.

Ansonsten ist das Fahren mit dem 6-Zylinder-Motor in Verbindung mit der Automatik und Tempmat eine Wucht. Eine angenehme Geräuschentwicklung, bei Tempo 100 km/h knapp 2.400 Umdrehungen. Der Verbrauch auf der Autobahn bei Tempo 90 bis 100 km/h lag bei 13,5 bis 14 Litern laut Verbrauchsanzeige. Kein Sparmobil, aber das habe ich auch nicht erwartet. Interessant wird der Verbrauch beim ruhigen bummeln auf Landstraßen oder auch voll beladen die Berge rauf - 12 bis 17 Liter?

Hier weitere Informationen zum Dieselverbrauch


Das Mobil wurde von Woelcke zum Auslieferungstermin noch nicht 100% fertiggestellt ausgeliefert, aber auch nur weil ich aus Zeitgründen (der Winter stand vor der Tür) auf eine ausgiebige Testfahrt gedrängt hatte. Die Verbindung der zusätzlichen Aufbau- und Seitenbeleuchtung zu dem “parametrierbaren Sondermodul” des Sprinters war noch nicht hergestellt, die SAT-Anlage hat einen Fehler, der noch nicht identifiziert war. Die Heizung will nicht mit LPG-Gas aus dem Tank heizen, das klappte zunächst nur mit der Gasflasche. Unsere Testfahrt hat noch den einen oder anderen Änderungswunsch ergeben, sowie einige unvermeidlichen Nachbesserungen. So wie sich das Anfangs "jungfräuliche" Heck im Laufe der Zeit verändert hat.

Nach unserer Tour verblieb das Mobil am 23. November 2007 wie vorher geplant beim Hersteller zwecks endgültiger Fertigstellung. Nach unserer 14-tägigen Stippvisite in Thailand holen wir das Mobil Mitte Dezember wieder ab.

Wie waren die ersten Erfahrungen 2007/2008?

Wir sind mit dem Ergebnis des Aufbauherstellers insofern zufrieden, das er unsere Vorgaben und Wünsche in fast allen Bereichen sehr gut umgesetzt hat. Kleinere nachträgliche Änderungen sind beim Individualausbau unvermeidbar und stellten nach Absprache mit Frank Woelcke kein Problem dar, der eigentlich immer sehr kooperativ war. Ich gebe es gerne zu, er hatte es mit mir auch nicht immer einfach!

Das Raumgefühl entspricht unseren Vorstellungen, der Möbelbau selbst wurde mit der einen oder anderen von uns geplanten Besonderheit bestens umgesetzt.

Die ersten freundlichen Kommentare über unseren “BIG GRASSHOPPER” haben wir schon über uns ergehen lassen. Schließlich ist der Name bereits am Heck groß und deutlich zu lesen. Aber mit einer “Grünen Minna” ist das Mobil hoffentlich nicht zu verwechseln! Außerdem werden diese nach und nach durch blaue Fahrzeuge ersetzt. Glück gehabt!


Es ist schon spannend, wie sich so ein neues Reisemobil in der Praxis bewährt. Einiges klappt bestens, einiges mußte noch “begleitet” werden, um das mal positiv zu beschreiben. Siehe oben. Dennoch, das “grüne Reisemobil” macht sehr viel Freude. Das hört sich vielleicht ein wenig widersprüchlich an, aber die Stärken des Woelcke Mobils überwiegen bei weitem die Anfangsprobleme.

Gut waren die persönlichen Erfahrungen mit Frank Woelcke, wie er mit Veränderungen und Nachbesserungen umgegangen ist. Die Gespräche verliefen jederzeit unproblematisch, immer war man bemüht Lösungen zu finden. So bleibt unter dem Strich doch ein sehr gutes Gefühl.

Im November 2009 stand die Hauptuntersuchung, die Abgasuntersuchung und eine Gasprüfung an. Natürlich erfolgte die Abnahme ohne Probleme.

Fazit nach rund 3 1/2 Jahren und rund 66.000 Kilometern: Nach der Erfahrung hats ich die Planung des Grundrisses in der Praxis uneingeschränkt bestätigt, der reichliche Stauraum begeistert. Das Reisemobil von Woelcke Reisemobilbau entspricht quasi zu 99% den Erwartungen.

Die Hauptuntersuchung 2011 war nicht so unproblematisch, es wurden die Hinterradbremsen beanstandet, was eine teure Reparatur nach sich zog.
Mehr: Wartung und Mängel

Juni 2012

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